Dienstag, 12. Februar 2013

Bukit Lawang

Ein kleiner Spaziergang

Am 06.02.13 bin habe ich den Toba See verlassen und bin in Bukit Lawang angekommen. Im Jungle gab es natürlich kein Internet weshalb ich jetzt erst schreib. Am ersten Abend habe ich einen Engländer, David, kennen gelernt mit dem ich mir am nächsten Tag ein bisschen die Gegend anschauen wollte. Nach dem Frühstück kauften wir uns die Erlaubnis den Nationalpark betreten zu dürfen, da wir am Nachmittag die Fütterung der halbwilden Orang Utans sehen wollten. Wir haben eine nahe gelegene Fledermaushöhle besichtigt und anschließend entschieden wir uns einen "kleinen" Spaziergang in den Urwald zu unternehmen. Wir habend den Bahorok, der Fluss an dem das Dorf liegt, auf wackligen Hängebrücken überquert und sind flussaufwärts gegangen. Nach kurzer Zeit waren die Sträucher allerdings zu dicht am Wasser so dass wir nicht mehr weiter konnten. Wir fanden einen kleinen Pfad der steil den Berg hinauf in den Wald führte und entschlossen uns diesem zu folgen. Eigentlich wollten wir ja nur kurz schauen ob wir zu einer Aussichtsplattform gelangen die ganz in der Nähe sein sollte. Dort sind aber nie angekommen und aus dem kleinen Spaziergang ist am Ende eine Wanderung von ca. 6 Stunden geworden. Wir folgten dem Pfad immer weiter, vorbei an riesigen Bäumen die von Lianen umschlungen waren, mussten Bachläufe durchqueren und sahen sogar verschiedenen kleinere Affenarten. Zwischendrin setzte Regen ein und nach kurzer Zeit waren wir durchnässt von Schweiß und Wasser. Die Luft war feucht und schwül und man musste sich ständig gegen die Attacken der Moskitos zu wehr setzen. Es ging ständig Bergauf und ab und immer wieder kamen wir an Weggabelungen und an denen wir uns meistens für den besser sichtbaren Weg entschieden. Wobei die Pfade hier stellenweise kaum noch sichtbar sind da ständig ein Baum im Weg liegt, die Sträucher zu dicht sind oder der Boden total aufgeweicht ist.  Nach ca. 3 oder 4 Stunden aber mussten wir einsehen das der Weg uns so schell nirgends hinführen wird und da es langsam zu dämmern begann entschlossen wir uns um zu kehren. Ich muss zugeben das sich in diesem Moment schon ein flaues Gefühl in meinem Magen breit machte. Wir gingen also genau den gleichen Weg zurück den wir gekommen waren, zumindest glaubten wir das. Wir passierten einige unverwechselbare Stellen wie z. B. Bäche oder umgestürzte Bäume an denen wir auf dem Hinweg definitiv vorbei gekommen waren. Nach ca. 2 Stunden aber kamen wir auf einmal an eine Lichtung mit einem asphaltierten Weg. Links und rechts davon Standen große Stahlkäfige in denen locker ein Kleinwagen platz gehabt hätte. Wir waren froh ein Anzeichen von Zivilisation gefunden zu haben doch wussten wir nicht so recht wo wir hier gelandet waren. Wir gingen weiter und gelangten an eine Treppe die den steil in ein kleines Tal hinunter führte. Von unten war deutlich das Rauschen eines Flusses zu hören. Am Ende der Stufen angekommen fanden wir uns in einer Art Gartenanlage wieder in der weitere leere Käfige aufgestellt waren. Der Garten war verziert mit Palmen und mit Blumen in den unterschiedlichsten Farben.  Nach 100 m kamen wir an ein Gebäude und dann erkannten wir das wir das Orang Utan Zentrum von Bukit Lawang erreicht hatten. Dieses liegt nur wenige 100 m Fluss aufwärts von unseren Bungalow-Resort entfernt. Ich war heilfroh endlich wieder zu wissen wo wir waren, ganz im Gegenteil zu dem Wärter der dort gerade Dienst hatte. Dieser war alles andere als erfreut als er uns sah. Er hielt uns erst einmal einen Vortrag darüber das es verboten sei ohne Führer in den Wald zu gehen und wie gefährlich das ist. Er erklärte uns das immer wieder Besucher verloren gehen, vor allem wenn niemand weiß das sie im Jungle sind. Das hätte er mir nach diesem Trip allerdings nicht mehr erklären müssen. Als er allerdings sagte das er uns zur Polizei bringen müsse machte sich zum zweiten mal an diesem Tage ein flaues Gefühl in meinem Magen breit. Gott sei dank hatten wir unsere Erlaubnis dabei den Nationalpark betreten zu dürfen dabei. Diese war zwar mittlerweile komplett aufgeweicht aber es reichte, zu meiner Verwunderung, seine Stimmung deutlich zu heben. Ich weis nicht wie ernst er das mit der Polizei gemeint hatte denn im nächsten Moment sagte er das wir Glück hätten und sich ein Orang Utan noch ganz in der Nähe befände und ob wir in sehen wollen :) Natürlich wollten wir das! Nur wenige Meter von dem Weg entfernt auf dem wir gekommen waren saß Orang Utan Männchen versteckt in den Büschen und kaute auf Blättern herum. Der Wärter lockte ihn mit ein paar Bananen an und so kam es das wir einige Minuten mit diesem faszinierenden Wesen allein verbringen durften. Normalerweise wird man hier mit einer Touristengruppe durchgeführt und kann sie meistens nur aus der Ferne beobachten. Es ist wirklich eine faszinierendes Wesen. Nachdem wir uns an dem Orang Utan satt gesehen hatten überquerten wir den Fluss auf einem einheimischen Kanu und gingen zurück zu unserem Resort. Ich war komplett erledigt und wollte mich erst einmal ausruhen.
Beim Abendessen lernten wir noch eine Holländerin, Caro, und einen Deutschen Patrick kennen. David reiste am nächsten Morgen ab und ich verbrachte mit den anderen beiden die restlichen 2 Tage in Bukit Lawang. Wir badeten im Fluss, lagen in unserem Hängematten und genossen die Aussicht auf die riesigen grünen Wände des Urwalds die uns umgaben.
Am 08. Februar bin ich dann abgereist und habe mich Richtung Pulau Weh aufgemacht. Dort bin ich jetzt noch immer und hoffentlich habe ich bald wieder mehr Zeit zu berichten.

Impressionen

(Im Jungle habe ich mich wegen nicht getraut meine gute Kamera zu benutzen, weshalb die Bilder nicht so gut sind)
Das Ende des Weges...

...und der Beginn des Abenteuers

Ratlosigkeit im dichten Grün



Nicht nur die Bäume im Urwald sind etwas größer
Mein kleiner Bungalow mit Hängematte

Patrick und ich nach beim Baden im Fluss

Der Bahorok

Sonntag, 10. Februar 2013

kurze Zwischenmeldung

Ich bin mittlerweile auf Pula Weh einer kleinen Insel im Norden Sumatras und arbeite am nächsten Post. Allerdings steck ich schon mitten im Tauchkurs weshalb ich nicht so viel Zeit zu schreiben habe. In zwei Tagen ist schon die Prüfung und wir müssen ein bisschen was lernen ;)
Bis bald

Sonntag, 3. Februar 2013

gemütliche Tage

Ich habe zwei entspannte Finnen kennen gelernt, Mikko und Antti, mit denen ich die letzten Tage unterwegs war. Wir haben hauptsächlich gebadet, gegessen und uns die Insel angeschaut. Gestern sind wir mit Motorrollern über die Insel gefahren, was wirklich ein Highlight war. Wir hatten eigentlich nicht so wirklich eine Ahnung wo wir hinfahren sollten, also sind wir einfach drauf los. Glücklicherweise haben wir eine Straße gewählt die uns über den Berg bis ans Südende der Insel gebracht hat. Auf dem gesamten Weg bot sich uns eine traumhafte Kulisse. Ein tropisch grünes, sonnenbestrahltes Gebirgsmassiv, leuchtende Reisfelder, Wasserfälle und der glitzernde, tiefblaue See. Eine Tropenidylle wie aus dem Bilderbuch. Oben angekommen kommt man sich ziemlich klein vor wenn man, von dem Aussichtspunkt aus, zum ersten mal die Größe dieses See erahnen kann. Die Vorstellung das man in der Mitte eines ehemaligen Vulkans steht wirkt regelrecht unwirklich.
Wir fuhren ca. zwei Stunden über die teilweise doch sehr holprige Straßen bis wir ans Südende der Insel kamen. Leider mussten wir dann den Rückweg antreten weil wir Abends noch mit einem Einheimischen verabredet waren. Ich hätte den ganzen Tag so entspannt dahin cruisen können. Natürlich hatte ich in weiser Voraussicht Sonnencreme aufgetragen doch an dem schillernden Rot meiner Nase und Armen sieht man deutlich das die Sonne in der nähe des  Äquators doch ein bisschen stärker ist als bei uns :) Autsch! Nichts desto trotz war der Tag der Hammer.
Abends sind wir mit Gabriel, dem "Einheimischen", zu seinen Freunden gefahren und haben den Tag ausklingen lassen. Wir saßen am Boden auf einem Teppich, haben Palmwein getrunken, Gitarre gespielt und gesungen. Bis das Hotel angerufen und gemeint hat dass sie doch gerne ihre Roller wieder hätten :)
Heute werden wir evtl. noch die Nordseite der Insel unter die Lupe nehmen und, wenn es nicht zu weit ist, ein Bad in den heißen Quellen nehmen. Es ist jetzt 10:15 Uhr und von den anderen Beiden ist noch nichts zu sehen. Der Abend hat gestern doch ein bisschen länger gedauert und ich vermute das sie noch in ihren Betten liegen :)

Tuk Tuk

Vielleicht noch kurz ein paar Worte zu dem Ort Tuk Tuk. Die Halbinsel war ca. bis zur Jahrtausendwende eines der beliebtesten Reiseziele in Südostasien. Doch nach diversen Natur- und geopolitischen Katastrophen blieben die Touristen weitestgehend aus. Was dazu führte, dass einige der Hotels schließen mussten oder nicht erst fertig gebaut wurden. Wenn man hier durch die Gegend schlendert hat man daher teilweise das Gefühl man befände sich in einer art Geister-Touristen-Stadt. Das macht allerdings gar nichts denn die Resorts, Bars und Restaurants sind wirklich schön und günstig und man hat sie fast für sich allein.

Zu den weiteren Plänen

Ich werde Morgen weiter nach Bukit Lawang einem Ort im Jungle reisen. Dort kann man auf mehrtägigen Trekkings durch den Regenwald noch wilde Orang Utans bestaunen. Das würde ich mir nur ungern entgehen lassen :)

Impressionen

Die Häuser des Resorts, natürlich im Batak-Stil

DieAussicht vom Balkon


Antti in seiner Hängematte

Auch hier wird man auf der Straße immer wieder angesprochen und um Fotos gebeten

Spaziergang durch Tuk Tuk

Ein Resort mit Deutscher Bäckerei. Endlich wieder Brot!!!

Matti und Antti 
Wasserfälle und...

...traumhafte Landschaften
Es fällt schwer sich wieder los zu reißen

Leider hab ich erst nach dem hochladen gesehen das am Ende noch einige
 nicht beschriftete Einblendungen kommen. 
Ich bitte dies zu entschuldigen :)

Freitag, 1. Februar 2013

Silimalombu

So, nun hab ich endlich mal wieder Internet und kann euch informieren was bei mir so los ist. Ich bin gut in Silimalombu, einen kleinen Ort auf der Insel Samusir angekommen. Sie liegt auf dem Toba See in Nord Sumatra welcher ca. doppelt so groß wie der Bodensee und an manchen Stellen über 450 m tief ist. Leider hatte ich das Boot verpasst das mich direkt abliefern sollte und ich musste eine sehr abenteuerliche Motorradfahrt in kauf nehmen. Silimalombu könnte man wirklich als Ende der Welt bezeichnen. Die Straße endet hier und die Menschen leben überwiegend von dem was die Umgebung hergibt. Ansonsten gibt es hier einen kleinen Dorfladen der aber nur Bier und Zigaretten verkauft. Ich schätze das die Einwohnerzahl bei maximal 100 Leuten liegt. Hier leben zu 99% christliche Bataker, ein sehr freundliches Volk. Sie lachen viel und ihrer Vorliebe für Musik kann man sich kaum entziehen. Immer wird gesungen oder es läuft irgendwo Musik. Außer mir sind noch 4 weitere freiwillige Helfer hier. Ein Mexikaner, Manolo, der schon seit zwei Monaten hier ist, eine Tschechin, Anezka, die einen Tag vor mir ankam und ein kanadisches Pärchen die einen Tag nach mir ankamen (Julian und Caro). Wir wohnen bei Renata und ihrer Mutter, zusammen mit drei Wasserbüffeln, einer Schweinefamilie, etlichen Hühnern und Enten, mehreren Hunden (darunter zwei Welpen) und einer Katze. Eine sehr bunte Mischung. :)
Ratna verdient ihr Geld durch das Verkaufen von Fischen, Fischernetze und Toba-Mangos. Zum Leben braucht sie aber eigentlich keinen Cent, da die Farm alles hergibt was man zum Leben braucht. Alles was hier gegessen wird kommt aus der unmittelbaren Umgebung und wird frisch zubereitet. Daher gibt es meistens Fisch oder Hühnchen mit Reis in sämtlichen Varianten. Die Küche ist allerdings ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Tagen hat man sich daran gewöhnt.
Meine Luftmatratze zum schlafen habe ich im Nebenhaus, im oberen Stockwerk eines typischen Batak-Holzhauses. Charakteristisch dafür sind die spitz zulaufenden Dächer. Wenn ich morgens vom Hahn geweckt werde begrüßt mich als erstes die Sonne die über dem See aufgeht. Die Natur hier ist wirklich unglaublich schön und man muss aufpassen das man die Zeit nicht vergisst. Unsere Tage beginnen um 6:00 Uhr bei Sonnenaufgang. Noch vor dem Frühstück geht es auf den Berg, in den Jungle der hinter dem Haus ist beginnt, zum Mangos pflücken bzw. sammeln. Danach sind meistens noch kleinere Arbeiten wie Mangos oder Netze putzen fällig. Nach dem Frühstück kommt das Boot das den Fisch und die Mangos abholt, um sie für Ratna auf den Markt zu bringen, wo sie verkauft werden. Ansonsten sind wir eigentlich immer bis ca. 18:00 oder 19:00 Uhr beschäftigt. Es wird alles gemacht was gerade so anfällt z. B. einen Wasserabfluss bauen,  Zäune aufstellen, Müll aus dem See Sammeln, beim Fischen helfen, Netze säubern oder neue Netze einsatzbereit machen etc. es gibt immer was zu tun. Allerdings kommt hier nie Stress auf und man hat nicht das Gefühl man arbeitet. Es bleibt zwischendrin noch genug Zeit um sich an den See zu setzen und die Natur zu genießen, versuchen die einheimischen Kanus zu fahren oder sich einfach im Wasser abzukühlen.

Letzten Montag bekamen wir die Gelegenheit in einer Schule, ca. zwei Stunden vom See entfernt, Englisch zu unterrichten. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Wir, Anezka und ich, wurden von einem der Lehrer abgeholt und besuchten in zwei Tagen alle Klassen der Schule für jeweils eine Stunde. Anfangs waren die Kinder noch sehr schüchtern aber nach kurzer Zeit wurden wir regelrecht belagert. Es hat riesig Spaß gemacht und ich wäre gerne noch ein paar Tage länger geblieben.

Diesen Eintrag hatte ich schon vorbereitet als ich noch auf der Farm war aber leider hab ich jetzt erst wieder Internet. Ich bin nun zwar immer noch auf der Insel allerdings ein ganzes Stück weiter in einem Urlaubsort Namens Tuk Tuk . Hier werde ich noch ein paar Tage entspannen und die Insel weiter erkunden. Die ist mit ihren 640 km² nämlich ziemlich groß und hat einiges zu bieten. Da der ganze See ja ein gigantischer Vulkankrater ist (der größte Kratersee der Welt) gibt es beispielsweise heiße Quellen die ich mir nicht entgehen lassen will.
Was als nächste kommt steht noch nicht so ganz fest. Entweder werde ich mich in den Jungle zu den Orang Utans begeben oder zum Schnorcheln nach Pulau Weh fahren, einer Insel ganz im Norden Sumatras. Mal schaun auf was ich ich den nächsten Tagen mehr Lust bekomme ;-)

Das typische Batak-Haus in dem Ich geschlafen habe.

Das verträumte Dorf Silimalombu

Ratna beim einholen der Netze noch vor Sonnenaufgang

Die Häuser von Ratna und ihrer Mutter


Ratna und Ihre Mutter
Das Boot das täglich die Waren abholt

Manolo mit dem Liebling der Farm

Die Wasserbüffel müssen jeden Tag auf den Berg gebracht werden. 

Gekocht wird immer gemeinsam.

Stunden langes stampfen für ein bisschen Zimt

Lange hab ich´s nicht im Kanu ausgehalten. Ganz schön wacklig die Dinger

Für die neue Müll-ablade-Stelle wurde einiges an Erde benötigt

Alle lieben Mangos...

...wirklich alle!
Caro und Julian auf dem Weg zum Markt nach Parapat

Freitag, 25. Januar 2013

Lebenszeichen

Hallo zusammen! Nur eine kurze Meldung das es mir gut geht.Ich bin seit einigen Tagen am Toba See auf der Insel Samosir. Dort leiste ich Freiwilligen auf einer Farm. Es ist unglaublich schoen und macht sehr viel Spass. Leider haben wir dort kein Internet und ich kann nicht schreiben. Ich denke ich werde noch eine Woche bleiben und dann ein paar Tage von Tuk Tuk aus die Insel erkunden. Dort kann ich dann hoffentlich wieder von meinem Notebook aus schreiben. Hier im Internet-Cafe ist es relativ schwierig :)
Schoene Gruesse nach Deutschland!

Sonntag, 20. Januar 2013

Medan, Sumatra

Nachdem ich nun zwei Tage nur im Bett gelegen bin hab ich nun in ein günstigeres Hotel gewechselt was, wie sich gerade eben herausgestellt hat, ein Fehler war. Als ich vorhin am Bett gesessen bin ist auf einmal ein Käfer, ein "Bed Bug", an mir vorbei gekrabbelt. Leider kann man von den Dingern Ausschlag bekommen deswegen hab ich jetzt das Zimmer gewechselt und hoffe das Beste...
Der Tag sonst war ok. Hatte schon wieder einen Indonesier als Führer :) Er hat mich in der Früh angequatscht und mich ein paar Stunden begleitet.
Die besten Neuigkeiten sind allerdings das ich heute mit einer Farm am Toba See telefoniert habe und ich morgen anfangen kann zu arbeiten :) Man muss Minimum eine Woche bleiben und für die Arbeit bekommt man eine Unterkunft und Essen. Habe mich heute mit einem Italiener unterhalten der gerade aus der Gegend kommt. Er hat gemeint das dort ein sehr angenehmes Klima sei und der See unglaublich schön ist. Nach der ewigen Schwitzerei in den Städten freu ich mich auf die kühle Ruhe am See.
Ich weis leider nicht wo ich dort Internet haben werde, daher könnte es sein das der nächste Post ein bisschen auf sich warten lassen wird.

Freitag, 18. Januar 2013

- Kurzinfo -

Ich hatte ja ein paar Probleme mit dem hochladen der Bilder. Sie waren anscheinend zu groß und ich muss jetzt jedes Bild verkleinern bevor es vernünftig angezeigt wird. Daher kann ich nicht so viele hochladen wie ich gerne möchte aber zumindest ein paar ;)
Ich habe nun auch einige Bilder in die Einträge über Jakarta nachträglich eingefügt.

Jakarta unter Wasser

In der Nacht vom 16. auf den 17. Januar hat Jakarta einen Monsun erlebt wie schon einige Jahre nicht mehr. Das Wasser stand an manchen Stellen über einem Meter hoch. Es waren nur noch wenige Straßen befahrbar was zu einem noch größeren Verkehrschaos führte als es hier normal eh schon ist. Leider war das ausgerechnet an meinem Abreisetag. Ich hab mich so früh wie möglich zum Flughafen aufgemacht und es Gott sei Dank rechtzeitig geschafft.
Es war wirklich interessant mit an zu sehen wie die Leute hier mit der Situation umgehen. Die Gehsteige waren trotz allem voll mit Leuten die das Chaos beobachteten, Kinder haben im Wasser gespielt, Leute sind mit Surfbrettern oder Schlauchbooten herum gefahren und die Laune war wie immer gut.
Ich für meinen Teil war heilfroh war froh als ich endlich im Flugzeug Richtung Medan gesessen bin. Nur leider hab ich die ganzen Klimaanlagen nicht so gut vertragen und bin nun ziemlich erkältet und muss mich ein paar Tage auskurieren. So bald es wieder was zu berichten gibt schreib ich natürlich aber die nächsten Tage bleib ich noch im Bett denke ich.


Ein Schlauchboot das mir auf dem Weg zum Flughafen begegnet ist.

Karet waktu - Gummizeit

Karet waktu bedeutet Gummizeit und das die Uhren in Indonesien nach dieser Zeit ticken und nicht nach der uns bekannten, hatte ich bereits im Vorfeld gelesen. Am zweiten Tag mit Derstan allerdings durfte ich erfahren was das wirklich bedeutet.

Am Ende unseres "Jakarta Tags" saßen wir noch im Café des Hostels zusammen. Eine Holländerin die gerade aus Vietnam angekommen war und auf ihre Freundin warten musste gesellte sich zu uns. Nach kurzer Zeit tauchte die diese auf und hatte noch eine Amerikaner in im Schlepptau. Wir unterhielten uns ein wenig und kamen auf den Krakatau und seinem Kind den  Anak Krakatau zu sprechen, zwei sehr bekannte Vulkan zwischen Java und Sumatra. Derstan meinte das die Ablegestelle zur Bootsrundfahrt nur ca. 2 Stunden mit dem Bus von Jakarta entfernt wäre. Das wollte wir uns natürlich nicht entgehen lassen und beschlossen uns am nächsten Morgen auf den Weg zu machen.
Wir trafen wir uns um 8:00 Uhr und marschierten zum ersten Bus der uns zum eigentlichen Langstreckenbus brachte. Nach ca. 4 Stunden hatten wir Jakarta verlassen. Nach weiteren zwei Stunden als der Bus wiedereinmal anhielt stiegen wir aus und befanden uns auf einer Straße die mehr Löcher als Asphalt hatte. Weit und breit waren wir offensichtlich die einzigen Touristen und wurden von allen Seiten neugierig beobachtet. Überall standen herunter gekommene Wellblechhütten in denen essen verkauft wurde oder Mofas repariert wurden. Derstan führte uns ein paar Meter durch die staubige Luft am dichten Verkehrsgetümmel entlang und nach kurzer Zeit hielt er eine Art Minibus an der aussah wie ein verlängertes Tuk Tuk. Wir quetschten uns auf die zwei kleinen Bänke im hinteren Teil auf denen man nur geduckt sitzen konnte. So fuhren wir über zwei Stunden durch dichten Verkehr auf einer nicht enden wollenden Straße an derer Seiten sich eine Hütte an die andere reihte. Als wir endlich unseren Zielort erreichten gingen wir direkt zum Strand um nach der Ablegestelle der Boote zu schauen. Nur leider war da weder Boot noch Steg. Nur ein paar Einheimische die uns beobachteten. Derstan sprach mit ihnen und sie sagten für umgerechnet 400 € könnten sie uns eins besorgen. Das kam für uns allerdings nicht in Frage.
Von da an war die Stimmung am Tiefpunkt. Die Mädels waren stinkig, Derstan war alles sehr peinlich und ich war eigentlich nur kaputt und müde. Wir beschlossen was zu essen und uns dann wohl oder übel auf den Heimweg zu machen. So stiegen wir wieder in einen dieser Minibusse und machten uns auf den weg. Nach einer Weile sah ich wie Derstan durch die Heckscheibe mit wilder Zeichensprache Kontakt mit dem Fahrer des Busses hinter uns aufnahm. Dann drehte er sich zu uns und sagte: "Die fahren nach Jakarta und nehmen uns mit".
Ca. 20 min später befanden wir uns in einem Bus mit einer Schulklasse die gerade von einem Ausflug zurück fuhr. Kaum waren wir losgefahren wurde eine Tombola veranstaltet. Es war ein riesen Tumult und so bald jemand gewann wurde geklatscht, geschrien und gejubelt. Zudem wurde das ganze über das Board-Mikrofon von einem Jungen moderiert. Es ging zu wie auf dem Jahrmarkt. Zwischendurch wurde immer wieder Fotos von uns gemacht und einzelne Mutige baten uns um ein Foto mit ihnen zusammen.
Als die Tombola vorbei war hielten wir an einer Moschee da Einige zum beten mussten. Ich habe Derstan gefragt ob wir vielleicht ein Gruppenfoto mit der gesamten Klasse vor dem Bus machen könnten. Er machte eine Durchsage und das Beten war erst mal verschoben. Es folgte eine regelrechte Foto-Orgie. Jeder wollte mit uns auf ein Foto in allen erdenklichen Posen. Liah, die Amerikanerin, hat sogar gefragt ob wir ein Foto mit den Uniformjacken der Schule Foto machen können. Als wir sie zurückgaben haben Besitzer sie an sich gedrückt und daran gerochen. Ich glaube wenn ich wieder daheim bin werde ich unter akuten Aufmerksamkeitsdefizit leiden...
Nachdem dann jeder genug Fotos hatte, gingen sie zum Beten und es ging endlich weiter in Richtung Jakarta. Um ca. 22:30 Uhr waren wir wieder am Hostel und total erledigt. Aus den zwei angekündigten Stunden sind am Ende ca. 13 geworden aber das war uns ziemlich egal. Man muss einfach Zeit mitbringen, wenn man das Land erleben will, am besten Gummizeit :)

Ein kleiner Junge in einem Minibus

Auslosung der Tombola

Eines von wirklich vielen Fotos


Mittwoch, 16. Januar 2013

Jakarta!

Oh man oh man, nach dem ja am ersten Tag nicht so viel los war, waren die letzten zwei wirklich der Hammer. Als ich am zweiten Tag beim Frühstück im Café des Hostels gesessen  bin, hat mich ein Indonesier angesprochen der selbst grad auf Backpackingtour befindet. Ich habe ihm erzählt das ich auf jeden Fall nach Sumatra zu den freilebenden Orang Uhtans möchte. Ca. eine Stunde später hatte ich ein Flugticket für den 17.01.13 in der Hand :) Er hat den Flug über sein Tablet gesucht, im Reisebüro schnell die dortigen Preise vergleichen, dann den billigeren (ca. 50€ gesamt) über´s Internet gebucht, im I-Café das Ticket ausgedruckt und über seine Kreditkarte bezahlt! Ich hab ihm das Geld dann Bar gezahlt und er hat mich zum essen eingeladen. Auf die Frage warum, bekam ich nur ein Lächeln und: "Ich hab ja grad Geld bekommen", zur Antwort.
????
Ich versteh diese Logik zwar noch nicht aber ähnliche Situationen durchzogen die nächsten zwei Tage. Allerdings wusste ich nie genau wie lang es höflich ist das anzunehmen und ab wann nicht mehr. Ich habe ihn einfach auch immer wieder eingeladen doch überwiegend hat er bezahlt.

Von da an hatte ich also zwei Tage lang einen kostenlosen Guide für den es das Größte war mir alles zu zeigen was ich sehen muss. Am gleichen Tag hat "er", Derstan, mir noch Jakarta gezeigt. Was bedeutet ich habe gefühlt jedes traditionelle Gericht und jede Indonesische Frucht essen und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besuchen müssen. Am Ende des Tages haben wir uns noch einen Film, auf Englisch, im Kino angeschaut.
Dummerweise kann ich gerade keine Fotos hochladen um mehr zu zeigen, was echt nervig ist. Ich werde versuchen das von Medan aus nach zu holen. Habe viele tolle Aufnahmen von dem Verkehrschaos auf den total überfluteten Straßen, traditionelle Restaurants am Straßenrand, die unglaubliche Aussicht vom Nationaldenkmal und vieles mehr.

Ich werde mich jetzt dann auf den Weg zum Flughafen machen und hoffen das ich um spätestens 17:00 Uhr dort bin. Es hat die ganze Nacht ohne Ende geregnet und jetzt stehen die Straßen unter Wasser. Aber dazu schreibe ich noch in einem neuen Post.


Ein Tuk tuk, ein Abenteuer für sich

Das Nationaldenkmal (Monas)

Die Aussicht vom Nationaldenkmal

Derstan, mein "Guide"

Die traditionellste Küche findet man an den Gehwegen

Kaffeepause im Hafen


Montag, 14. Januar 2013

Weg zur Botschaft

Heute hab ich mich auf den Weg zur Deutschen Botschaft gemacht, was allein schon eine Herausforderung ist. Der Verkehr ist einfach nur Wahnsinn. Wenn alle Fahrbahnen besetzt sind kommen einem die Motorräder und Roller sogar auf dem Gehsteig entgegen!
Der Besuch in der Botschaft hat leider nicht so viel gebracht, für eine Verlängerung des Visums muss ich
1. zu einem Immigranten-Büro und
2. brauch ich anscheinend einen Arbeitgeber um eine Genehmigung für einen längeren Aufenthalt zu bekommen. Das könnte noch interessant werden aber ich habe ja noch bis März Zeit. Nach der Botschaft hab ich noch ein Shopping Center besucht in dem ich mich erst mal ordentlich verlaufen habe, weil es so groß war.
Jetzt werde ich mich ein bisschen hinlegen bevor ich heut Abend mal in die Bar schau wo hoffentlich endlich auf andere Reisende treffe.
Ich denke aber das ich aber in den nächsten Tagen die Stadt verlassen werde da ich endlich in die Natur hinaus will. Die Leute hier sind zwar alle super nett aber es ist doch etwas anstrengend und wegen dem Stadtleben bin ich ja nicht gekommen :)
Das Welcome Monument mit seinem großen Kreisverkehr...
...direkt daneben ein gigantisches shopping center
Jedes Stockwerk hat sein eigenes Thema,
hier eins mit Holzverkleidung
Mitten in diesem Chaos wird das silberne
Auto,vorne recht im Bild, repariert




Sonntag, 13. Januar 2013

Erster Eindruck



So der erste Schritt ist getan. Bin mit dem Taxi nach Jakarta rein gefahren und habe nach ein bisschen suchen in einem Hinterhof-cafe ein günstiges Zimmer gefunden, das annehmbar "sauber" ist. Die Zustände auf den Straßen sind echt gewöhnungsbedürftig, wenn man nur den westlichen Standard kennt. Sehr viel Müll und Wellblechhütten, aber daran werd ich mich schon gewöhnen. Da ich jetzt seit über 30 Stunden auf den Beinen bin werde ich erst einmal versuchen zu schlafen. Es ist unerträglich schwül, da bringt auch der Ventilator nicht viel. Hinter dem Fenster ist nur ca. 20 cm platz zum nächsten Haus also an Lüften ist nicht zu denken :)
Ich denke wenn ich wieder fit bin sieht die Welt ganz anders aus. Morgen will ich zur Botschaft schaun und fragen wie ich eine längeres Visum bekommen da das aktuelle nur bis März gültig ist.
Ich meld mich wieder.
bis dann ;)

Samstag, 12. Januar 2013

Take off !!!!!




Wenn dieser Post erscheint sitze ich wahrscheinlich schon im Flugzeug und habe mir bereits den Hass meines Sitznachbarn erarbeitet weil ich vor Aufregung alle 5 Minuten auf´s Klo renne. Aber dazu mehr wenn ich angekommen bin ;)
Es ist schon 3 oder 4 Jahre her seit ich in der Bücherei über das Fotobuch von Dominique Wirz - "Abenteuer Indonesien" gestolpert bin. Das Land hat mich auf Anhieb fasziniert und jetzt befinde ich mich tatsächlich auf dem Weg dorthin. Oh man, ein Jahr... und der Plan? Naja, Tauchen und Surfen wär cool und wenn es geht bisschen arbeiten ;)

Im Moment bin ich einfach nur unfassbar aufgeregt vor Vorfreude, Abenteuerlust und zugegeben auch ein wenig Angst vor dem Ungewissen.
Ich möchte hiermit einfach einmal Allen Danke sagen, die mir gerade im letzten Jahr, auf Ihre Weise geholfen haben, meinen Traum zu verwirklichen!!
Danke Danke Danke!! Ich hoffe ich kann euch mit meinen Fotos und meiner Berichterstattungen ein bisschen davon zurückgeben. 

Wir sehen uns am Ende des Jahres in alter Frische!!
Bis dahin macht´s es gut!

Euer Basti


Samstag, 5. Januar 2013

Ende der Vorbereitungen


Die Vorbereitungen neigen sich dem Ende zu und es geht mit großen Schritten dem Stichtag entgegen. Habe Heute zum ersten mal meinen Rucksack gepackt und gewogen. Im Moment liegt er bei ca. 13 kg, was absolut in Ordnung ist (Mehr als 15 kg sollten es nicht sein). Leider ist er nur ein bisschen zu klein und ich werde mir am Montag noch einen etwas größeren besorgen, damit ich ein bisschen Luft habe.

Die Ausrüstung ist soweit komplett. 
Unglaublich wie schnell die Zeit jetzt doch vergangen ist!